Lieber Gast  des "Gasthof zum Schloß" 

im "Gasthof zum Schloß" befinden Sie sich an einem traditionsreichen Ort.Von Stätzling aus wurde schon im 4. Jahrhundert nach Christus die Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum mit Reibschalen und Ziegeln aller Art versorgt.  

Im 7. Jahrhundert siedelten dann die Alemannen hier und wurden wenig später von Bajuwaren überlagert. Der Name des Dorfes geht auf einen Stazilo zurück, der aus dem Großraum München an den Lechrain gekommen war. Die Urform lautete "za Stazilingun", das bedeutet: Bei den Leuten des Stazilo. Bald schon bauten die Stätzlinger eine Kirche, deren spätere Nachfolgerin die heutige St. Georgs-Kirche ist, ein wegen seines Akanthusstucks einzigartiger Barockbau. Im Hochmittelalter gab es im Dorf auch eine Burg, die der Grundherrschaft als Zuflucht diente. Nach der Zerstörung dieses "festen Hauses" durch die Augsburgeram 15. September 1388, wobei Otto, der letzte "Stezlinger" auf Stätzling ums Leben kam, errichteten die Nachfolger ein weniger wehrhaftes Gebäude. Bayerischer Landadel und Augsburger "Geschlechter" lösten einander mehrmals in der Herrschaft über Stätzling ab, bis dann im Jahre 1630 die Familie der Burgauer kam. Sie sollte sich in weiblicher Linie über zweihundert Jahre im Dorf halten. Der rührigste Schwiegersohn war Gallus Sebastianvon Deuring. Er wirkte als Landrichter in Friedberg und baute in Stätzling nicht nur die Lorettokapelle und Georgskirche, sondern hat wohl auch dem Schloß seine heutige Gestalt gegeben.  

Das Gebäude war im Verlauf der Jahrhunderte zum Herrschafts- und Gerichtsmittelpunkt einer Hofmark geworden, die sich über Stätzling hinaus auf die Dörfer Haberskirch, Wulfertshausen und Ottmaring erstreckte und zur Zeit ihrer größten Ausdehnung auch Untertanen in Oberzell, Stockach, Tattenhausen und Paar besaß. Sogar in den Landgerichten Dachau, Landsberg und Starnberg gab es je einen Hof, der zur Stätzlinger Hofmark gehörte.  

Im Jahre 1857, nachdem die Revolution der Grundherrschaft ein Ende gemacht und der Staat die Hofmarksgerichte an sich gezogen hatte, tauschte der letzte Herr über Stätzling, Wilhelm Heinrich Freiherr von Schaezler das Schloßgut gegen den Hof des Bauern Georg Lachenmayer von Au. Von da an gab es in Stätzling also einen "Schloßbauern". Aber nur einen. Schon der nächste Eigentümer des Schlosses war ein Wirt. Michael Glück erwarb es im Jahre 1885 und übertrug das Realrecht auf eine Gastwirtschaft von seinem Hallerschusterhaus auf das neue Anwesen.  

Eine lange Reihe von Schloßwirten hat den Gasthof seitdem zu einem beliebten Aufenthaltsort gemacht. Knapp hundert Jahre nach der Umwidmung kaufte Walter Lorenz das Schloß, renovierte es und übergab den Betrieb seiner Tochter, der Wirtin Hildegard.

Erfahren Sie mehr über uns und unsere Räumlichkeiten. In unserer Galerie haben wir für Sie ein paar schöne Impressionen von unserem Schloß, unseren Gästen und Feiern zusammengestellt.

Schließen Sie die Augen und lassen Sie sich von dem Genuss unseres Schlosses verzaubern. Wir versprechen Ihnen, dass Sie bei uns einen unvergesslichen Abend erleben werden.